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Neumünster darf nicht die Stadt der prekären Arbeitsverhältnisse werden

Veröffentlicht am 30.05.2013, 22:02 Uhr     Druckversion

Uwe Döring, SPD Fraktionsvorsitzender

Zur gestrigen Landtagsrede des Ministerpräsidenten, mit dem Bezug auf eine Ansiedlung von Amazon in Neumünster, erklärt der neugewählte SPD Fraktionsvorsitzende Uwe Döring heute:

"Reden des Ministerpräsidenten sind immer von visionärer Vorstellungskraft geprägt", so Döring zu den jüngsten Äußerungen Albigs im Landtag. "Mit der Erklärung Amazon nach Neumünster holen zu wollen, ist er jedoch der Zeit zu weit voraus. Solche Aussagen schwächen die Verhandlungsposition der Stadt erheblich und verkennen die Entscheidungszuständigkeiten, die bei der Stadt und nicht beim Land liegen." 

Die SPD stimmt in der Beurteilung des Unternehmens Amazon voll mit dem Vorsitzenden des DGB Nord, Uwe Polkaehn, überein. Neue Arbeitsplätze sind gut! Aber auch bei Unternehmensansiedlungen muss darauf geachtet werden, dass den Beschäftigten in einem Tarifvertrag faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen garantiert werden. Dieses ist in den Logistikzentren bei Amazon offensichtlich nicht der Fall, wie die dortigen Streiks zeigen. Neumünster darf nicht die Stadt der prekären Arbeitsverhältnisse werden.

Döring: "Ich bin sicher, dass dieses auch andere Fraktionen in der neuen Ratsversammlung so sehen. Und die Entscheidung fällt in der Ratsversammlung und nicht im Landtag! Dort gibt es genügend eigene Probleme, die auf eine Lösung warten!"

Homepage: SPD Rathausfraktion Neumünster