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Der ländliche Raum und die Städte – Partner auf Augenhöhe

Veröffentlicht am 19.08.2014, 19:00 Uhr     Druckversion

Neumünster als Oberzentrum im ländlichen Raum in der Mitte des Landes steht in einer engen Wechselbeziehungen zum Umland. Und daher ist es auch für die Stadt von Bedeutung, dass sich der ländliche Raum entwickelt. Hier bieten enge Stadt-Umland-Beziehungen vielfältige Chancen, kommunale Zusammenarbeit ist ein Zukunftsmodell.

Nicht nur Bildungsangebote, Versorgung im Gesundheitsbereich und kulturelle Angebote werden von den Nachbarn genutzt. Neumünster kann als Partner auf Augenhöhe zum Motor der Region werden. Dabei wird das vom Land geförderte Regionalmanagement in Neumünster wertvolle Beiträge leisten.

Gesunde Ernährung hat für die Menschen in den Städten ebenso große Bedeutung wie auf dem Land. Menschen wollen mit gutem Gewissen einkaufen und sich ernähren. Gesunde Lebensmittel aus einer landwirtschaftlichen Produktion, die nachhaltig ist und Ressourcen schont, die respektvoll mit den Tieren umgeht und möglichst aus der Region kommt, sind gefragt.

Wertschöpfung aus der Ernährungswirtschaft ist auch für Neumünster ein Zukunftsthema. Die Mühle Gut Rosenkranz, Norddeutschlands größte Mühle für Getreide aus biologischem Anbau, produziert in Neumünster und will sich entwickeln. Das Milchtrocknungswerk ist in Neumünster gerade gebaut worden, das Landeslabor Garant für Lebensmittelsicherheit hat seinen Sitz in Neumünster. Mit EDEKA Nord hat ein Unternehmen, das stark auf Regionalität seiner Produkte setzt seinen Sitz in Neumünster. Das KIN ist weit über die Landesgrenzen bekannt, hier und in der Elly-Heuss-Knappschule werden die Fachkräfte aus- und weitergebildet, die im Bereich der Ernährungswirtschaft so dringend benötigt werden. Ein Zukunftsfeld mit großem Potential für unsere Stadt!

Die SPD-Landtagsfraktion hat zwei Positionspapiere – zur Entwicklung der ländlichen Räume und zur Landwirtschaft in Schleswig-Holstein – sowie eine Große Anfrage zur Ernährungswirtschaft erarbeitet. Dazu erklärt die agrarpolitische Sprecherin Kirsten Eickhoff- Weber:

Für die SPD als stärkste Regierungsfraktion und Volkspartei ist es selbstverständlich, sich auch zur Agrarpolitik und zu den ländlichen Räumen zu Wort zu melden. Die Entwicklung der ländlichen Räume und die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein stehen nicht nur in Zusammenhang miteinander, sondern sind auch im Kontext des demografischen Wandels zu sehen. Wichtig ist uns ein gutes Miteinander zwischen (städtischen) Zentren und (ländlichem) Umland.

Die ländlichen Räume haben Perspektiven, doch diese müssen gestaltet werden. Dabei geht es um die Sicherung der Grundversorgung, aber auch der biologischen Vielfalt. Diese müssen an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet werden – unter dem Aspekt der sozialen Gerechtigkeit. Dabei ist sicher Bildung ein zentrales Thema, aber beispielsweise betrachten wir auch Kultur als einen Teil von Lebensqualität und damit als Aufgabe der Grundversorgung. Weitere Stichworte sind Sicherung der Mobilität und Breitbandversorgung.

Landwirtschaft hat sich verändert und wird sich weiter verändern. Gefordert wird eine nachhaltige, ressourcenschonende Produktion, die auch dem Tierwohl gerecht wird – Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten das. Dabei geht es nicht darum, ökologische und konventionelle Landwirtschaft gegeneinander auszuspielen – beides muss möglich sein. Dabei können Umwelt- und Sozialleistungen in der Landwirtschaft honoriert und dadurch zusätzliche Einnahmen generiert werden. Mit der Großen Anfrage zur Ernährungswirtschaft wollen wir uns einen Überblick über

Verarbeitung und Produktion im Land verschaffen. Dabei geht es um Qualität, regionale Erzeugung, Vermarktungsstrategien, Ausbildung, Fachkräftesicherung und Lebensmittelkontrolle.

Unsere Positionspapiere verstehen wir als Grundlage für eine breite Diskussion, aus der wir dann Anregungen und Kritik aufgreifen, um Politik zu gestalten.

Die beiden Positionspapiere finden Sie auf unserer Website.

Die Große Anfrage Ernährungswirtschaft finden Sie hier.

 

Homepage: Kirsten Eickhoff-Weber, MdL


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