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Gute Arbeit beinhaltet mehr als nur den Mindestlohn

Veröffentlicht am 28.04.2015, 15:20 Uhr     Druckversion

Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit sowie Fachkräftemangel standen im Fokus des Besuchs von Gabriele Lösekrug-Möller, parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Gemeinsam mit SPD-Oberbürgermeisterkandidatin Elke Christina Roeder besuchte sie Verbände und Betriebe in Neumünster.

Einen ganzen Tag nahm sich Gabriele Lösekrug-Möller für die gemeinsamen Termine, mit der Oberbürgermeisterkandidatin Roeder, der SPD-Landtagsabgeordneten Kirsten Eickhoff-Weber und Vertretern der SPD-Rathausfraktion, Zeit.

Bei der Diakonie Altholstein ging es um das Projekt Frau&Beruf, das Frauen bei den Möglichkeiten des (Wieder-)Einstieges in das Erwerbsleben berät und unterstützt.

Die Staatssekretärin unterstrich die Notwendigkeit solcher Angebote. Auch wenn viele Mädchen gute und hervorragende Schul-, Ausbildungs- und Studienabschlüsse erzielten, gingen diese häufig dem Arbeitsmarkt verloren. „Auch in Neumünster fehlt es an guten Angeboten, die jungen Frauen eine Perspektive vor Ort bieten. Das beginnt schon bei durchdachten Betreuungskonzepten zu Tagesrandzeiten. Wir brauchen aber auch eine neue Kultur flexibler Arbeitszeitmodelle, da sind auch die Unternehmen gefragt.“, so Elke Christina Roeder, Oberbürgermeisterkandidatin der SPD. Beeindruckt zeigten sich die Besucher von der Kindernotfallbetreuung der Diakonie. Viele Unternehmen der Region ermöglichen ihren Mitarbeitern durch ihre Teilnahme am Programm eine qualifizierte Betreuung bei persönlichen Engpässen. „Die Stadt Neumünster leistet es sich, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, diese Möglichkeit nicht zu eröffnen, das muss sich schnellstmöglich ändern.“, stellte Elke Christina Roeder dazu fest.

Anschließend informierte sich sich Gabriele Lösekrug-Möller bei der Landesinnungsmeisterin im Bäckerhandwerk, Maren Andresen, über das traditionsreiche Handwerksunternehmen und die zahlreichen Ausbildungsmöglichkeiten. Auch individuelle Arbeitszeitmodelle waren hier Thema.

Zum Besuch bei  Danfoss Power Solutions stieß Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein, hinzu.  Der Marktführer im Bereich hydraulischer Antriebskomponenten ist gerade für sein Wiedereingliederungsmanagement langezeiterkrankter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgezeichnet worden. Bei einer Werksbesichtigung unter der fachkundigen Führung der Auszubildenden Emile Degro und Daniel Krawtzow zeigte sich die Delegation angetan von der internationalen Firmenkultur und den hochwertigen Ausbildungsangeboten in der dualen Ausbildung zum Zerspannungs- und Industriemechaniker und den Möglichkeiten des Dualen Studiums.

Bei der abschließenden Diskussionsveranstaltung im Best Western Hotel Prisma, die von Frank Hornschu (Geschäftsführer des DGB Region KERN) moderiert wurde, suchten Gabriele Lösekrug-Möller, Reinhard Meyer und Elke Christina Roeder, gemeinsam mit den Zuhörerinnen und Zuhörer aus den Reihen der Unternehmerschaft, Gewerkschaften, Personal- und Betriebsräten, nach Lösungen für die Herausforderungen des Standortes Neumünster. Mit rund 11% liegt die Arbeitslosenquote in der Stadt Neumünster stabil über dem Landesschnitt, viele Langzeitarbeitslose und die landesweit höchste Schulabbrecherquote offenbaren die strukturellen Defizite vor Ort. Dabei könne eine Jugendberufsagentur, wie sie auf SPD-Initiative im Rat auf den Weg gebracht wurde, ein erster wichtiger Schritt sein, so Lösekrug-Möller und Wirtschaftsminister Meyer unisono. Das Herz des Landes schlage in Neumünster stellte Meyer fest und unterstrich, dass die Stadt die Potentiale, die aus der Brückenfunktion zwischen der Metropolregion Hamburg und der Kiel Region entstünden, gezielter nutzen müsse. Dabei seien Logistik und Handel zwar gut, aber nicht das Allheilmittel - „eine Stadt wie Neumünster muss auch gezielt um Industrie werben“, viele Vorzeigeunternehmen vor Ort seien dafür gute Beispiele, ergänzt Elke Christina Roeder in diesem Zusammenhang. Gabriele Lösekrug-Möller stellte dazu fest, dass nur ein Branchenmix die Voraussetzungen für Gute Arbeit schaffe. Man müsse anerkennen, dass Arbeitsmarktpolitik hier ehrliche Angebote machen müsse. Denn, da waren sich alle beteiligten einig, gute Arbeit bedeutet mehr als nur den Mindestlohn zu zahlen.

Homepage: Kirsten Eickhoff-Weber, MdL