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Bildung für Berufe in Neumünster

Veröffentlicht am 22.04.2016, 10:24 Uhr     Druckversion

Wie kann Neumünster als „Zentrum der beruflichen Bildung“ weiter gestärkt werden? Wie kann auch eine Ansiedlung akademischer Bildungsträger unterstützt werden? Um diesen Fragen nachzugehen, lud der Arbeitskreis Bildung der SPD Neumünster diesen Dienstag zu einem Fachgespräch „Berufliche Bildung in Neumünster“ mit den Staatssekretären Dirk Loßack und Rolf Fischer in das Hotel Prisma ein.

Zahlreiche Fachleute waren der Einladung gefolgt und nutzen die Gelegenheit ihre Ideen und Wünsche und Herausforderungen zu beschreiben.

Von allen Seiten betont wurden vor allem die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung sowie die Durchlässigkeit zwischen diesen beiden Bildungsformen.

„Für die SPD stehen Studium und duale Berufsausbildung nicht in Konkurrenz zueinander. Vielmehr sehen wir hier Potentiale einer großen Bereicherung. Neumünster ist gut beraten, als Bildungsstandort die berufliche Bildung zukunftsfähig und attraktiv zu gestalten – und dabei die Möglichkeiten akademischer Ausbildung im Blick zu behalten. Wichtig ist es dabei, die RBZ und weitere Einrichtungen der beruflichen Bildung in den Diskussionsprozess einzubinden. Je früher wir gemeinsame Sache machen, umso erfolgreicher werden wir sein. So kann Neumünster der Bildungsstandort in Schleswig-Holstein werden, an dem berufliche und akademische Ausbildung nicht nebeneinander existieren, sondern miteinander für beste Startbedingungen in ein erfolgreiches Berufsleben stehen. Denn mit Blick auf den Fachkräftemangel – und die ersten Auswirkungen spüren wir bereits deutlich – wissen wir, wir brauchen mehr Qualifizierung. Ausbildung und Arbeitsmarkt müssen zusammen passen.“, so Kirsten Eickhoff-Weber.

Staatssekretär Dirk Loßack, aus dem Ministerium für Schule und Berufsbildung, rückte auch die jungen Menschen ohne mittleren und höheren Schulabschluss in den Fokus: „Wir müssen hier einen weiten Bogen spannen, der alle junge Menschen mit ihren ganz unterschiedlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten einschließt. Denn wir können und wollen es uns nicht leisten, dass junge Menschen ohne Ausbildung bleiben. Die Einrichtung der Jugendberufsagentur in Neumünster war hier ein großer und wichtiger Schritt. Ohne das Engagement der SPD vor Ort und der  guten Vor- und Zusammenarbeit der Regionalen Berufsbildungszentren, hätten wir dieses Projekt nicht so schnell und erfolgreich auf die Beine stellen können. Ein weiterer Schritt ist die neue Berufsschulverordnung, die unter anderem eine Förderung über das 18. Lebensjahr hinaus vorsieht.“

Rolf Fischer, Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung, äußerte sich zu dem Wunsch in Neumünster eine Hochschule und studentisches Leben anzusiedeln: „Solange die bestehenden Universitäten nicht ausfinanziert sind, werden wir keine neue Hochschule eröffnen. Dass bedeutet aber nicht das Aus für eine Ansiedlung akademischer Strukturen in Neumünster. Bereits jetzt bestehen ja Anbindungen an die Hochschulen und Fachhochschulen des Landes. Ob weitere Kooperationen, Ansiedlung von Nischenfächern und Dependancen oder private Hochschulen – es gibt hier viele Möglichkeiten und wir befinden uns erst am Anfang einer durchaus aussichtsreichen Entwicklung. Denn Neumünster hat hier mit den beruflichen Bildungseinrichtungen viel zu bieten. Dabei geht es nicht nur um die hervorragende technische Ausstattung, sondern auch um die hochmotivierten jungen Menschen die hier ihre Berufsausbildung absolvieren.“

Bernd Delfs vom Arbeitskreis Bildung freute sich über die große Gesprächsbereitschaft und das positive Bekenntnis aller Anwesenden zum Bildungsstandort Neumünster: „Dieses Fachgespräch hat uns Sozialdemokraten in unserem Weg bestätigt: die beste Werbung für die Ansiedlung von akademischen Leben in Neumünster sind attraktive und moderne berufliche Bildungsstätten. Und hier muss investiert werden – in moderne Gebäude, leistungsfähige Glasfaseranschlüsse, in gute technische Ausstattung, in engagierte Lehrer, in Schulsozialarbeit und in den Schulpsychologischen Dienst, in gute Voraussetzungen für gelingende Inklusion und ausreichend ausgestattete DAZ-Zentren. Das geplante gemeinsame Technikum der RBZ ist dabei ein wichtiger Schritt für die erfolgreiche Ausbildung zukunftsfähiger Berufe. Darüber hinaus muss es uns gelingen attraktiven finanzierbaren Wohnraum für diese jungen Menschen vorzuhalten. Denn auch die Wirtschaft wird nur da gedeihen, bleiben oder sich ansiedeln wo ausreichend Fachkräfte ausgebildet werden und auch leben wollen.“