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Ortsvereine Faldera und West: Kleingärten sind mehr als kleine Gärten

Veröffentlicht am 22.06.2016, 13:50 Uhr     Druckversion

Das Kleingartenwesen in Neumünster steht vor großen Herausforderungen: Was macht Kleingärten heute attraktiv? Wie kann es gelingen neue Gartenfreundinnen und Gartenfreunde zu gewinnen? Was bedeuten Kleingärten heute? Wie können Kindergärten, Schulen und soziale Einrichtungen eingebunden werden?

Um darüber gemeinsam zu diskutieren und Lösungen zu finden, haben die SPD Ortsvereine Faldera und West in Abstimmung mit dem Kreisverein der Kleingärtner am 26. Mai 2016 zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung in das Gemeinschaftshaus der Gartenkolonie West eingeladen.

Nach zahlreichen Gesprächen mit dem Kreisverband der Kleingärtner, den Gartenfreundinnen und Gartenfreunden, hat die SPD im März 2015 im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss für Neumünster erfolgreich ein Kleingartenentwicklungskonzept beantragt. Die Ergebnisse einer ersten Bestandsaufnahme stellte Maximilian Müller vom Fachdienst Stadtplanung vor.

14 Kleingartenanlagen gibt es in ganz Neumünster. Davon gehören rund 60 Prozent der Stadt. Der Rest verteilt sich zu annähernd gleichen Teilen  auf den Bund und die Deutsche Bahn. Rund 24 Prozent der Kleingärten in Neumünster sind derzeit nicht verpachtet.

Ein Grund für den Leerstand ist der demografische Wandel, ein Effekt der durch den Abzug der Bundeswehr noch verstärkt wurde. Bis 2030 wird in Neumünster ein Rückgang der Einwohnerzahl auf nur noch 72 000 Menschen erwartet. Hinzu kommt, dass Neumünster mit 2,2 Kleingärten pro 100 Einwohner eine besonders hohe Kleingartendichte hat. Gleichzeitig wohnen rund 44 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Einfamilienhäusern mit Garten.

Das Stadtplanungsamt wird nun einen „Steckbrief“ für alle Kleingartenanlagen erstellen und im Sommer 2016 einen Workshop über die weitere Entwicklung der Kleingartenanlagen durchführen.

Dass es eine ganz Reihe von Möglichkeiten zu Attraktivitätssteigerung der Kleingärten gibt, davon berichtete der Geschäftsführer der Gartenfreunde Schleswig-Holstein Thomas Kleinworth. Wichtig sei es jetzt, nicht zu resignieren und auch das Positive hervorzuheben. Denn wenn zum Beispiel 24 Prozent der Kleingärten leer stehen, bedeutet dieses im Umkehrschluss, dass fast 75 Prozent verpachtet sind.

Eine wichtige Voraussetzung sei, dass Kleingärtner und Politik eng zusammenarbeiten. Kleinworth lobte hier die bereits bestehende gute Zusammenarbeit auf Landesebene. Die Landtagsabgeordnete Kirsten Eickhoff-Weber ist für die SPD-Fraktion unter anderem Sprecherin für das Kleingartenwesen und weist als Mitglied im Umwelt und Agrarausschuss auf die Probleme und Möglichkeiten der Gartenfreunde hin.

Kleingärten bieten die Möglichkeit für eine Vielzahl von Projekten und Kooperationen. Besonders naheliegend ist die Umweltbildung, das Leben und Lernen von und in der Natur in Kooperation mit Schulen, Kindergärten oder Jugendverbänden. Mit der Kinder- und Jugendarbeit auf der Obstwiese an der Kieler Straße wurden in Neumünster bereits positive Erfahrungen gemacht.

In Schleswig-Holstein gibt es zahlreiche erfolgreiche Projekte. So hat sich in Ratzeburg eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit mit einem Infostand bewährt, in Lübeck ein Kartoffelprojekt in Kooperation mit einer Schule und in Brunsbüttel konnte die hohe Fluktuation mit der Erhebung eines Abstandes für die Verpachtung der Kleingärten eingedämmt werden und in Flensburg gibt es einen Kindergarten in mitten von Kleingärten.

Franka Dannheiser und Kirsten Eickhoff-Weber sind sich einig: „Wenn Kleingärtner und Politiker im Gespräch bleiben und eng zusammenarbeiten, dann können wir gemeinsam viel erreichen. Es ist sehr wichtig, dass wir die Kleingärtner jetzt mit ihren Ideen und Sorgen nicht allein lassen. Gerade bei der Planung von neuen Projekten stehen die Kleingärten vor rechtlichen, finanziellen und versicherungstechnischen Fragen, hier muss die Politik auf Kommunal- und Landesebene unterstützten.“

Die SPD wird sich in Neumünster, in den Ortsvereinen und Stadtteilbeiräten für die Weiterentwicklung eines lebendigen Kleingartenwesens einsetzen!